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Mäuse Bekämpfung (Feldmaus, Wühlmaus):
Mäuse (allgemein):
Bei der Mäusebekämpfung sollte man sich schützen, da die Mäuse auch für Menschen gefährliche Krankheiten wie beispielsweise das Hantavirus übertragen können. Daher sollten Fallen und Kadaver immer nur mit Handschuhen (am besten mit Einweghandschuhen) angelangt werden und an Stellen wo Mäusekot liegt sollte man einen Atemschutz (z.B. Mundschutz) verwenden, damit man keine Krankheitserreger einatmet, die durch Luftbewegungen in die Atemluft gelangen können wie beispielsweise durch aufgewirbelten Staub. Gefährlich können neben den Exkrementen auch Körperflüssigkeiten wie Speichel und Urin sein, was beim Hantavirus ebenfalls der Fall ist. Ansteckung droht an allen Stellen wo sich Mäuse gerne aufhalten. Dies gilt selbst für Früchte wie zum Beispiel Bucheckern, die eine Leibspeise der Rötelmäuse sind. Das Händewaschen ist nach dem Kontakt mit lebenden oder toten Mäusen bzw. mit deren Exkrementen Pflicht. Komposthaufen mit Fallobst, Essenresten und Gemüseresten können verschiedene Mäusearten wie die große Wühlmaus und die Feldmaus regelrecht anziehen. Wenn man leichtsinnig solche “Leckerbissen” kompostiert, kann man diverse Mäusearten regelrecht anlocken. Komposter sollten daher unten und seitlich geschlossen sein. Mehr Informationen zum Thema Kompost, Komposter und Kompostierung befinden sich hier... .
Feldmaus / Kleine Wühlmaus (Microtus Arvalis):
Die Feldmaus ernährt sich wie die Große Wühlmaus von Pflanzenteilen wie Wurzeln und angebauten Pflanzen wie Rüben oder Möhren. Durch die offenen Gangzugänge kann die Feldmaus bzw. die Kleine Wühlmaus leicht identifiziert werden.
Wühlmaus / Schermaus (Arvicola Terrestris):
Die Große Wühlmaus kann im privaten Garten und auf kommerziellen Flächen wie dem Obstanbau große Schäden anrichten. Sie ernährt sich von Wurzeln und anderen Pflanzenteilen wie Blumenzwiebeln, Obst oder Gemüse wie beispielsweise Mohrrüben. Wenn Gehwege unterwühlt werden kann es zu Schäden wie zum Beispiel Senkungen im Weg kommen. Manche Pflanzen wie z.B. die Tuja oder der Schwarze Holunder werden nicht angefressen. Trotzdem kann sich ein Wühlmausbau oder ein Wühlmausgang auch unter diesen Pflanzen befinden. Frisch umgegrabene oder frisch aufgeschüttete Erde meiden die Wühlmäuse. Diese Flächen besiedeln sie in der Regel erst wenn sich der Boden gesetzt hat. Die Erdhügel der großen Wühlmaus ähneln denen der Maulwürfe. Die Zugänge zum Wühlmausgangsystem befinden sich rechts und links vom Hauptgang (beim Maulwurf direkt über dem Gang). Der Zugang selbst befindet sich an der Seite des Erdhügels (beim Maulwurf in der Mitte des Maulwurfhügels). Da Wühlmäuse zum Teil auch Maulwurfsgänge mitverwenden, ist die eindeutige Zuordnung der Gänge manchmal nicht ganz einfach.
Wühlmausbekämpfung:
Die Bekämpfung von Wühlmäusen ist (vor allem bei größeren Gangsystemen) schwierig und kann langwierig sein. Mögliche Bekämpfungsmöglichkeiten sind Fressköder (diese basieren oft auf Möhren, weil Wühlmäuse diese sehr mögen), Fallen, Gaspatronen und Vergrämungsmittel. In jedem Fall muß vor der Bekämpfung sichergestellt sein, daß es sich nicht um Maulwürfe handelt, da Maulwürfe unter Naturschutz stehen!
- Fressköder / Fraßköder:
Fraßköder sind vor allem im Winter sehr wirksam, da den Wühlmäusen zu dieser Zeit keine frische Nahrung zur Verfügung steht. Während der warmen Jahreszeit können Fressköder wirkungslos sein, da Wühlmäuse sie oft einlagern und der Köder während der Lagerung seine Giftigkeit verliert. Der Vorteil von Fressködern besteht darin, daß keine anderen Tiere beeinträchtigt werden können. Der Köder wird direkt in das Gangsystem gelegt und nützliche Gangbewohner wie der Maulwurf ernähren sich nur von Tieren, nicht von Pflanzen.
- Wühlmausfallen:
Eine andere Bekämpfungsmethode ist die Verwendung von Fallen. Es gibt sowohl Lebendfallen wie auch Fallen, die die Wühlmaus töten. Im Gegensatz zu anderen Bekämpfungsmöglichkeiten kann man seinen “Erfolg” direkt sehen. Auf dem Markt befinden sich verschiedene Fallensysteme. Eine der ältesten und bekanntesten ist die “Alte Bayerische Drahtfalle”.
- Gaspatronen:
Da Gaspatronen sehr giftig sind bzw. giftige Stoffe freisetzen (in der Regel ein starkes Nervengift), ist ihre Anwendung nicht in der Gewässernähe zulässig. Die Anwendungshinweise sind daher sehr genau zu lesen, zumal Gaspatronen auch für den Menschen gesundheitsschädlich sind.
- Vertreibungsmittel / Vergrämungsmittel:
Mit Vergrämungsmitteln auf Kalziumkarbidbasis (oft auch Wühlmausgas genannt) werden Wühlmäuse vertrieben. Durch Feuchtigkeit entsteht ein beißender Geruch, den die empfindliche Nase der Wühlmäuse stört. Das Vergrämungsmittel selbst wird bei dieser Methode zu unschädlichem Kalk. Um die Wühlmäuse erfolgreich zu vertreiben, muß man darauf achten, daß man keine Wühlmäuse einschließt. Man muß sich daher von der Mitte der befallenen Fläche zum äußeren Rand vorarbeiten oder vom einen Rand zum anderen. Bei dieser Methode kann es aber zu einer Neubesiedlung kommen, sobald das Mittel nicht mehr wirkt. Andere Vertreibungsmöglichkeiten sind die Zwiebeln der Kaiserkrone und Knoblauch sowie menschliche Haare oder frische Tujaäste, die man in die Mäusegänge legt. Teilweise helfen auch leere Flaschen, die man mit der Flaschenöffnung nach oben oberhalb des Gangs eingräbt. Der Erfolg hängt aber davon ab wie stark der Wind über die Flaschen bläst und wie geräuschempfindlich die Wühlmäuse sind. In der Nähe von vielbefahrenen Straßen sind Wühlmäuse in der Regel recht lärmunempfindlich.
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